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Ruanda – ein Land in Ostafrika

Ruanda ist ein Binnenstaat, der im Norden an Uganda, im Osten an Tansania, im Süden an Burundi und im Westen an die D.R. Kongo grenzt. Die Bezeichnung „Land der tausend Hügel“ weist darauf hin, dass der größte Teil der Staatsfläche von einer hügeligen Hochebene (1.500-1.700 m) eingenommen wird. Der Osten ist eine trockene Savanne, die mit einer ausgedehnten Sumpffläche durchsetzt ist.

Daten und Fakten:
Einwohner: 11,5 Mio. (2013)
Fläche: 26.338 km² (etwas kleiner als Brandenburg)
Unabhängigkeit: 1. Juli 1962
Amtssprache: Kinyarwanda, Französisch, Englisch
Hauptstadt: Kigali (1 Mio. Einw.)
Währung: Ruanda-Franc (RWF)
Bevölkerungsgruppen: Hutu, Tutsi, Twa

Klima und Vegetation

Das heiße äquatoriale Tageszeitenklima wird vom jahreszeitlichen ostafrikanischen Klima überlagert und durch die Höhenlage gemildert. Die mittlere Tagestemperatur von 18-20 °C hat Ruanda den Beinamen „Land des ewigen Frühlings“ eingebracht. Es gibt zwei Regenzeiten (September bis Dezember und Februar bis Juni). Anormale Trockenheiten, Regen und Hagel bedrohen immer wieder die Ernten und sorgen für Hungersnöte.

Bevölkerung

Ruanda gehört mit einer Bevölkerung von ca. 11,5 Millionen Menschen und einer durchschnittlichen Bevölkerungsdichte von 432 Menschen/qkm zu den am dichtesten besiedelten Ländern Afrikas. Das jährliche Bevölkerungswachstum beträgt 2,8%. 

Im Jahr 1994 erlebte das Land einen schrecklichen Völkermord, der circa 800.000 bis 1.000.000 Menschen das Leben kostete. Trotz verschiedener Aufarbeitungs- und Versöhnungsprozesse sind Gesellschaft, Politik und Wirtschaft bis heute von den Nachwirkungen des Krieges und Völkermordes, den wirtschaftlichen Problemen und der Unsicherheit in der Region geprägt.

Soziale Lage + Gesundheitsversorgung
HDI: 0,434
(Human Development Index) Platz 167 von 187
Lebenserwartung Männer: 57 Jahre
Lebenserwartung Frauen: 60 Jahre
HIV-Rate: 3% (der Erwachsenen)
Säuglingssterblichkeit: 57/1.000 Geburten
Bevölkerung unterhalb d. Armutsgrenze: 45%

Wirtschaft

Grundlage der ruandischen Wirtschaft ist die Landwirtschaft. Etwa 85% der Bevölkerung lebt direkt davon;  5% von Verarbeitung und Vermarktung der agrarischen Erzeugnisse. Das wertvollste Anbauprodukt für den Inlandsmarkt sind Bananen. Außerdem werden Bohnen, Hirse, Mais, Maniok, Süßkartoffeln, Kartoffeln, Tomaten, Karotten, Grünkohl, Erdnüsse und tropisches Obst wie Papaya, Avocado, Maracuja, Mango, Ananas etc. angebaut.

Rund 50% der Exporterlöse werden durch Agrarprodukte wie Kaffee und Tee erzielt.

Die Staatsverschuldung lag im Jahr 2012 bei 1,3 Milliarden US$.

 

Quellen: GIZ / UNESCO / Wikipedia