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SAMBIA - ein Land im südlichen Afrika

Sambia - vormals Nordrhodesien - ist ein Binnenstaat im südlichen Afrika. Der Sambesi, von dem sich auch der Name des Landes ableitet, entspringt in Nordsambia und fließt durch den Karibastausee, an dessen Südende sich die Viktoriafälle befinden, eines der erstaunlichsten Naturwunder Afrikas. Seit 1989 gehören die Viktoriafälle zum Weltkulturerbe.

Daten und Fakten:
Einwohner: 13,5 Mio.
Fläche: 752.614 km² (doppelt so groß wie D)
Unabhängigkeit: 24.Oktober 1964
Amtssprache: Englisch
Hauptstadt: Lusaka
Währung: Kwacha
Ethnien: 70 verschiedene

Klima und Vegetation

In den meisten Gebieten Sambias herrscht aufgrund der hohen Lage ein mildes subtropisches Klima. Kennzeichnend sind drei Jahreszeiten: der kühle, trockene Winter von Mai bis September, die heiße Trockenzeit im Oktober und November und die heiße und schwüle Regenzeit von Dezember bis April. Der größte Teil des Landes besteht aus Savanne, also Grasland mit vereinzelten Bäumen. Im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten ist ein großer Teil des ursprünglichen Waldbestands erhalten geblieben, so dass Sambia über einen bedeutenden Anteil der unberührten Regenwaldgebiete Afrikas verfügt.

Bevölkerung

Aufgrund der Vielzahl friedlich zusammenlebender ethnischer Gruppen herrscht in Sambia eine außergewöhnliche kulturelle Vielfalt. Sambias schwarzafrikanische Bevölkerung besteht aus über 70 verschiedenen, meist bantusprachigen, ethnischen Gruppen. Trotz wirtschaftlicher und manchmal auch politischer Spannungen bleibt Sambia eine geeinte Nation. Es gibt Bestrebungen indigene kulturelle Normen und Praktiken zu fördern: traditionelle Autoritäten werden anerkannt und wichtige traditioneller Zeremonien werden gefeiert. Das alte Motto “Ein Sambia, eine Nation” schweißt das Land weiterhin zusammen.

Soziale Lage + Gesundheitsversorgung
HDI: 0,448
(Human Development Index) Platz 164 von 187
Lebenserwartung Männer: 38 Jahre
Lebenserwartung Frauen: 37 Jahre
HIV-Rate: 14% (der Erwachsenen)
HIV-Waisen: 20% (der 0-17 jährigen)
Säuglingssterblichkeit: 14% (UNICEF2011)
Bevölkerung unterhalb d. Armutsgrenze: 62%

Wirtschaft

Sambia ist einer der größten Kupferlieferanten weltweit. Allerdings knüpft dieses wichtige Exportgut die wirtschaftliche Konjunktur des Landes eng an die Kupferpreise des Weltmarkts und macht sie stark davon abhängig. Zudem fließt nur ein kleiner Teil des finanziellen Erlöses zurück ins Land, der weitaus größere Anteil geht an ausländische Investoren.

Der zweite wichtige Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft. Neben tausender Kleinbauern, die Landwirtschaft betreiben um ihren Eigenbedarf zu decken und ihre Familien zu ernähren, werden Agrargüter wie beispielsweise Mais, Kaffee und Tabak und Blumen auf dem Weltmarkt verkauft. 

Die Staatsverschuldung lag im Jahr 2012 bei 4 Milliarden US$.

 

Quellen: UNICEF / JCTR  / Wikipedia / Transparency International