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Kunst | Kultur | Begegnung

Montag 05.03.18 18:30 Uhr
VERNISSAGE

After Selma

Fotografien von Joshua Rashaad McFadden, Atlanta, USA

Trotz des Civil Rights Act von 1964, welcher die Wahldiskriminierung auf Grundlage von Rasse ausschloss, gab es vor allem in den Südstaaten erbitterten Widerstand gegen afroamerikanische Wahlbeteiligung (und Gleichberechtigung). Im Rahmen der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung fanden zahlreiche Proteste statt, so auch der Marsch von Selma nach Montgomery, Alabama, in 1965. Dieser Protestmarsch hatte zum Ziel schwarze Wähler in den Südstaaten zu registrieren. Martin Luther King Jr. (MLK) führte die Demonstranten 54 Meilen (circa 87 Kilometer) in die Hauptstadt von Alabama. Trotz Konfrontation mit gewalttätigen Gruppen, erreichte der historische Marsch innerhalb von drei Tagen seine Ziele: die Stadt Montgomery sowie die Verstärkung des öffentlichen Bewusstseins für die Schwierigkeiten afroamerikanischer Wähler und die Notwendigkeit für ein neues Wahlrechtsgesetz. Mutige Afroamerikaner, wie MLK, meisterten den steinigen Weg in ein neues und gerechtes Terrain: den Voting Rights Act von 1965.Heute spiegeln die Straßen ähnliche Szenen aus der Vergangenheit wider. Landesweit kämpfen junge afroamerikanische Männer und Frauen und weiterhin für Bürgerrechte. Die Stimmung ist deutlich durch die zu hören: "Wir marschierten in Selma los, aber wo sind wir jetzt, 50 Jahre später?"

Joshua Rashaad McFaddens Fotografien der Ausstellung After Selma tauchen in diese Geschichte des Volkes im Süden der USA während und nach dem 50-jährigen Jubiläums des Marsches von Selma nach Montgomery (1965) ein. Seine Arbeit beschäftigt sich mit dem Vergleich von Bürgerrechtsprotesten während der Märsche in den 1960er Jahren und den momentanen Protesten (# BlackLivesMatter), bedingt durch Fälle von Polizeigewalt in den USA. Die Fotografien, welche absichtlich in schwarz-weiß gehalten sind, betonen die verschiedenen Gefühle der heutigen Bewohner Selmas. Ein Geist der Einheit und Hoffnung wurde in jedem Bild eingefangen. Die Themen mehrerer Generationen spiegeln die Stärke einer Gemeinschaft und eines Volkes wider, egal welcher Hautfarbe. Die düster wirkenden Landschaften Alabamas werden abermals zum Geburtsort des Glaubens an eine bessere Zukunft.

Joshua Rashaad McFadden ist ein preisgekrönter Künstler, geboren in Rochester, New York. Heute lebt er in Atlanta. Seine Karriere als Fotograf begann mit seinem Bachelorstudium in North Carolina und dem später folgenden Master Abschluss in Fotografie am Savannah College of Art and Design in Atlanta, Georgia. Im Jahr 2015 wurde er von LensCulture als einer der aufsteigenden Talente der Welt bezeichnet und mit dem ersten Platz des International Photography Awards (IPA) für seine Ausstellung After Selma ausgezeichnet.

Ausstellungsflyer "After Selma" als PDF-Download

Ausstellungszeitraum: 05.03.-26.04.2018
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 8 - 20 Uhr
Samstag und Sonntag sowie in den Osterferien (26.03.-06.04.2018) auf Anfrage
Ansprechpartnerin im CPH: Diana Löffler
Mitveranstalter:
Deutsch-Amerikanisches Institut (DAI)
Amt für Internationale Beziehungen der Stadt Nürnberg

Mitwirkende

Begrüßung: Diana Löffler, CPH

Dr. Norbert Schürgers, Amt für Internationale Beziehungen der Stadt Nürnberg

Einleitung und Gespräch: Kathleen Röber, DAI

Joshua Rashaad McFadden, Fotograf, Dokumentarfilmer und Künstler

Veranstaltungsnummer

48059