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Im Fokus

Im Fokus: Zukunft Europa

 

"Europa ist unsere Zukunft, sonst haben wir keine."

So hat einst der damalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher daran erinnert, dass die Idee der Europäischen Union eine einmalige Chance sei. Die Europäische Union, das ist die Verbindungslinie, die mehr als 500 Millionen Menschen in den derzeit noch 28 Mitgliedsstaaten über 24 Amtssprachen, 60 regionale und Minderheiten-Sprachen und drei offiziell verwendete Alphabete hinweg verbindet.

Europa ist Vielfalt, ist in jeder Hinsicht grenzüberschreitend. Mehr als 60 Jahre nach den ersten zarten Versuchen, mit der europäischen Wirtschaftsgemeinschaft einen gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum zu schaffen, steht Europa auf dem Prüfstand. Der Grenznutzen der europäischen Idee scheint vielen nicht mehr attraktiv genug, um dafür über kulturelle und sprachliche Grenzen hinweg mühsam um gemeinsame Positionen zu ringen.

BREXIT ist die Antwort der Briten, die sich für einen Ausstieg entschieden haben. Autonomie ist das neue Zauberwort der Befürworter_innen einer solchen Idee quer durch Europa. Sie versprechen Unabhängigkeit, schnelle Entscheidungen und entwerfen Angstszenarien und neue Feindbilder.

In einer Union, die immer noch in drei Klassen reist, gibt es jede Menge Zündstoff, aus welchen diese Angstszenarien ihr Feuer schüren. Ob Kaufkraftindex oder Bildungschancen, die Liste der Ungleichheiten ließe sich hier endlos fortsetzen. Es ist wohl einer der Kardinalfehler der EU-Befürworter_innen, diese Disparitäten immer wieder schön zu reden.

Dabei könnte darin auch eine Chance liegen. Die unterschiedlichen Lebensräume und Lebenssituationen, die Vielfalt, die diese Europäische Union ausmacht, könnte auch die Kraft dieser Gemeinschaft sein, wenn wir es als solche verstehen würden. Verstehen lässt sich aber nur etwas, wenn wir uns damit auseinandersetzen. Dazu wollen wir Sie mit unserem neuen Programmschwerpunkt einladen.

Ihr Team der Akademie CPH